Vom 2.-8. November 2003 nahm Iris Scholten, Moerser Wushu Sportlerin des VfL 08 Repelen e.V., an der 7. Wushu Weltmeisterschaft der International Wushu Federation (IWF www.wushu.com.cn) teil.
Am 31. Oktober traf sich das deutsche Wushu-Nationalteam der Deutschen Wushu Federation e.V. (DWF www.wushudwf.de), zu dem Sportler aus München, Berlin, Wolfsburg und NRW gehörten, am Flughafen Amsterdam um den 11-stündigen Flug ins ferne China anzutreten.
Unter ihnen auch die Moerserin Iris Scholten, für sie war dies ihre erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft, da 2001 das deutsche Team auf Grund der Ereignisse des 11. September in New York, die Teilnahme an der WM in Armenien absagte.
Von Hong Kong aus ging es mit dem Speedboot nach Macau, wo vom 2.-8.11.03 die diesjährige Wushu-Weltmeisterschaft stattfand.
Nachdem man sich etwas Ruhe gönnte, starteten die Ersten zu einer Erkundungstour in die Stadt. Da Macau einst portugiesische Provinz war, beeindruckt diese Stadt mit chinesischer Kultur und südeuropäischem Flair.
Beim Teamtraining der folgenden Tage konnte man sich nicht nur auf den zur Verfügung stehenden Wettkampfflächen austoben, sondern auch neugierige Blicke auf die anderen Wushu-Teams werfen.
Parallel dazu fand ein Kongress für die Offiziellen der Teams statt, bei dem u.a. über Reglements mit Blick auf die angehende Wushu-Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2008 (IOC www.olympic.org) in China gesprochen wurde.
Montagabend feierte man dann die offizielle Eröffnung der Meisterschaft in einem bunten Rahmen aus Tanzeinlagen, Vorführungen und Ansprachen. Von den 86 Mitgliedsländern der IWF nahmen 56 Teams aus der ganzen Welt, u.a. aus China, Russland, USA, Indien, Australien und Südafrika teil und marschierten unter dem Beifall der Zuschauer in das Macau Forum ein und genossen zusammen die beeindruckende Atmosphäre der Eröffnungsfeier.
An den darauf folgenden Tagen fanden Wettkämpfe in den Bereichen Taolu (Formen) und Sanshou (Vollkontaktkampf) der Männer und Frauen statt. Das deutsche Wushu-Nationalteam startete in den Disziplinen Chang Chuan (Nordfaust); Nan Quan (Südfaust), Jian Shu (Schwert) und Gun Shu (Stock).
Im Wettstreit mit den besten Wushu Sportlern aus 56 teilnehmenden Ländern sah sich Iris Scholten in der Disziplin Nan Quan (Südfaustform) und durch die alles dominierende Nation China mit ihren Profisportlern einer sehr starken Konkurrenz gegenüber. Sie konnte jedoch, trotz ihres Trainingsrückstandes auf Grund ihres berufsbedingten Praktikums in Spanien, mit einer guten Performance einen beeindruckenden 15. Platz belegen.
Gekrönt wurden die Meisterschaften von einem Farewell Dinner im Macao Tower, wo sich alle Teams in einem gemütlichen Ambiente zusammenfanden um bei Speis und Trank mit netten Gesprächen die Woche ausklingen zu lassen und internationale Kontakte wie mit dem Koreanischen Nationaltrainer und der Nan Quan Weltmeisterin Hao Luo aus China (siehe Foto Iris mit der Nan Quan-Weltmeisterin 2003 - Hao Luo/China) zu knüpfen.
Das deutsche Team nutze die anschließenden Tage für einen Abstecher in DIE Metropole Südchinas – Hong Kong (siehe Foto Iris auf dem Peak vor der Skyline von Hong Kong).
Beim Bummeln durch die Straßen der Stadt fand man sich in einem Park wieder, in dem eine Wushu-Vorführung eines Hong Konger Vereins stattfand. Das deutsche Team nutze die Gelegenheit und knüpfte Kontakte, wobei zwei Sportler, u. a. Iris, die Vorführung mit einer kurzen Einlage unterstützten.
Am Morgen des 11. November hieß es dann Abschied nehmen. Wieder zurück im Heimatland wird das Training mit neu gewonnener Motivation fortgesetzt. |